Yacht Charter Segelurlaub Katamaran
Home
Yacht
Grundriß
Programm
Crew
Fotos
Berichte
Segelrevier
Buchung
Kontakt


       Seite auf Englisch betrachten

       Impressum


Segelbericht Neverland

Eindrücke aus der Karibik
Reisebericht von Kapitän Kurti & Franziska / April 2005

Eindrücke aus der KaribikDas schönste, neben Land, Meer, Strand und Leuten, ist hier die Musik: überall in jeder Hütte, im Minibus, in der Bar, am Markt, Reggae, Calypso, Socca und mehr..., quirlig laut aus riesig überdimensionalen Boxen....alles wirkt fröhlich, wie auf einem dauernden Fest! ... auch beim Zoll: ein Officer in blauer Uniform, ein großer Schreibtisch voll von Papieren und dicken Büchern, wo jeder der zu ihm kommt registriert wird, ein alter Ventilator und ein lautes Kofferradio,... ein paar freundliche Worte und... vergessen sind all die verzwickten Fragen, die den Papierkrieg erhöhen und die nötigen Stempel verzögern.

Dann in Hillsborough/Cariacao Live-Musik aus einer einfachen Holzhütte: ein paar Männer machen Musik. Sie mögen vielleicht 70 bis 80 Jahre alt sein, der Raum ist einfach, die Fensterläden stehen auf um etwas Luft hineinzulassen, in der hinteren Ecke sitz ein Mann mit seiner Geige, etwas versteckt hinter einer Nähmaschine. An den Wänden hängen Schnittmuster und Stoffballen. Auf der anderen Seite des Raumes ist eine Theke wo dahinter ein großer, alter Kühlschrank steht. Davor drei alte Barhocker. Eine Holzbank lehnt an der Wand... Die Männer bitten uns herein. Sie spielen weiter, tauschen hin und wieder ihre Instrumente, Banjo, Guitarre, Bass, Geige, Ukolele, spielen, spielen, ... einfach toll! Nach kurzer Zeit machen sie immer wieder eine Pause und nehmen einen Schluck Rum aus einer kleinen Medizinflasche und einen Schluck Wasser. Auch wir bekommen etwas zu trinken (es gibt glücklicherweise auch andere Getränke). Sie freuen sich das wir so begeistert sind. Wir hören Ihnen lange zu. Wir sind zu Gast beim “King of Calypso“ und sie erzählen uns von früher und von ihren großen Zeiten als sie mit ihrer Musik erfolgreich in Europa und Amerika unterwegs waren.

Wir fahren von Martinique bis nach Trinidad hinunter, von wo aus wir am Horizont schon die Berge von Venezuela sehen.

Natürlich sind wir zum Karneval in Trinidad! Eine ganze Stadt und ihre vielen Besucher sind von Montag morgen 2:00 bis Dienstag Nacht auf den Strassen und tanzen und feiern. Fire, poeple want some water...immer wieder hören wir die gleichen Lieder von den vorbeifahrenden Lastwagen mit riesigen Boxenwänden. Alle Lautsprecher der gesamten Karibik scheinen an diesem Ort zu sein und manchmal schmerzt der Bass im Bauch. Es gibt zahlreiche Gruppen, die mit Musik durch die Strassen ziehen und immer wieder vor einer Jury an verschiedenen Plätzen der Stadt ihre Tänze und meist sehr aufwendig gestalteten Kostüme vorstellen. Es ist schön den Menschen zu zusehen, wie sie sich bewegen, mit ihren Hüften wackeln... toll! Wonach die Bewertung der Jury geht verstehen wir nicht. Nach dem Song und der Musik kann es nicht sein, denn die sind bei allen Gruppen gleich. Nach schon einem halben Tag kennen auch wir den Text auswendig. Wir schaffen es ins Stadion zugelangen, dem wichtigsten Ort des Karnevals, da wo es am Lautesten ist, direkt vor der Bühne und Jury, ... wo die Shows schlussendlich auch am Schönsten gezeigt werden. Super!

S. Vincente: wir liegen in einer kleinen, schönen Bucht, fast mitten im Urwald. Steile Felsen ragen rechts und links von unserem Ankerplatz auf und mittendrin ein kleiner Palmenstrand mit einer Bar. Die Leute, die uns beim festmachen helfen oder auf ihren Surfbrettern angepaddelt kommen, um Obst und Gemüse oder auch Kettchen zu verkaufen, erscheinen uns trotz ihrer Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit etwas unheimlich. Später machen wir eine kleine Wanderung zum nächstgelegenen Wasserfall (Wasserfälle sind nämlich die besten Duschen!). Immer wieder begegnen uns Leute mit übergroßen Messern, Macheten, selbst Kinder laufen damit herum. Die erste Überlegung: “Oooh..., nur keine Feinde machen!“ Dann treffen wir ein paar Leute mit einer Art selbstgebauten Armbrust (fishgun): damit fangen sie Flusshummer! Im Sack sind noch mehr davon und kleinere Flussgarnelen. Kurti wittert gleich wieder ein gutes Essen, doch es ist die Ostermahlzeit für eine ganze Familie und so wird nichts verkauft. Aber sie zeigen uns noch, wie man diese Tierchen damit fängt.

Eine weitere Tages-Wanderung führt uns in den Norden der Insel: Regenwald, steile Berge, tiefe Täler, zwischendrin Bananenfelder, riesengroße Mangobäume, Kokospalmen, Brotfruchtbäume.... und kleine und größere Flüsse. Die Häuser und Dörfer scheinen an den Felsen zu kleben und die Wege sind steil und kurvig. Immer wieder vereinzelte Hütten und kleine Felder mitten im Regenwald. Die Menschen hier betreiben viel mühsame Feldarbeit. Ein wild aussehender großer Mann mit Buschmesser führt uns zu seiner Kokospalme, immer tiefer in den Regenwald hinein. Ich denk mir nur: “ganz schön mutig von uns...“. Dann endlich schlägt er mit einem langen Bambusstock die Kokosnüsse von der Palme. Die Kokosnuss wird mit der Machete gekonnt geöffnet: sie sind voll mit gutem Saft!... und wir sind so durstig das wir gleich fünf Stück trinken. Danach ist unser Bauch voller Kokosmilch (eigentlich Wasser) und uns ist schlecht. Der Mann lacht und gibt uns noch eine für den Weg mit, denn alle Leute hier haben ja eine Machete, um sie für uns zu öffnen.

Am Abend kommen uns die Leute auf Eseln beladen mit Obst und Gemüse von ihren Feldern entgegen. Kurti möchte auch einmal auf einem Esel reiten. Der erste Aufstieg ist mit dem runterfallen auf der anderen Seite gleich wieder beendet, doch beim zweiten Versuch sitzt er dann auf dem Esel... der gleich losläuft! Es geht bergab... und der Esel wird immer schneller...“Stop it...help...Halt ihn an!“, doch woher soll ich wissen, wie man einen Esel anhält? Zum Glück geht es nicht weit....bumms... da liegt er (fast)!

Kurti hat in der berühmten Ancorage Bar in Clifton/Union Island mit viel Einsatz einen Coctail-Kurs bestanden (auch da soll er fast umgefallen sein!).

Franziska hat Ginger-Bier gebraut: auch das werden wir überstehen!

Anfang April segeln wir weiter nach Panama, dann weiter nach Galapagos und Marquesas (ca. 4.800 Meilen).

Bis dahin, viele Grüsse!

Kurti & Franziska

 

 

Yacht Charter Katamaran NEVERLAND
Dr. Ferdinand Pohl
ferdinandpohl@hotmail.com
Katamaran Segelyacht Charter